Eckdaten der motorischen Kindsentwicklung

Alter des Säuglings:

2 Monate: Kopfkontrolle möglich

4 Monate: folgt Bewegungen mit den Augen. Kann greifen.

6 Monate: greift mit Daumenhilfe, kann im gehaltenen Stehen (man unterstützt Kind unter den Achseln) Körper halten, spielt in Rückenlage mit den Füßen.

7 Monate: dreht sich von der Rücken– in die Bauchlage.

6-8 Monate: kann frei sitzen

9 Monate: kann Körper im Sitzen gezielt bewegen, kann Pinzettengriff (Daumen gegen Zeigefinger) einsetzen. Als Testbewegung kann man das Kind ein Getreidekorn von einer glatten Fläche aufsammeln lassen.

9-12 Monate: kann  stehen. Sind die Zehen dabei gekrümmt, ist eine hypertone Störung wahrscheinlich!

Kleinkindalter:
12-18 Monate: kann gehen. Kann ein Kind mit 18 Monaten noch nicht gehen, liegt bei den meisten Betroffenen trotzdem wahrscheinlich keine motorische Störung vor! Nur bei einigen Prozent liegt eine Krankheit zugrunde. Zeigen sich in diesem Alter Schwierigkeiten beim Kauen fester Speisen, so deutet das auf eine Störung der Feinmotorik hin. Beim Kauen und Schlucken müssen mehr als 30 feine Muskeln koordiniert zusammenarbeiten. Das Kind vermeidet in diesen Fällen harte Nahrungsmittel.

24 Monate: kann mit beiden Beinen zusammen, kurz hochhüpfen, wenn es an den Händen gehalten wird.

3-5 Jahre:

Hier sind größere Unterschiede in der motorischen Entwicklung normal.

3-4 Jahre: Hüpfen auf einem Bein möglich (ca. dreimal)

4 Jahre: ist die Handdominanz entwickelt. Falls nicht hat sich die Spezialisierung der Gehirnhälften nicht entwickelt. Der Bleistift wird nicht mehr mit der Faust, sondern mit dem 3 Fingergriff (Daumen, Zeige– und Mittelfinger) gehalten. Nur 9 % der Vierjährigen  (26 % der Dreijährigen) setzen den 3 Fingergriff nicht ein.

Dr. med. Uwe Diedrich

Allgemeinarzt und Chirotherapeut mit niedergelassener Praxis in Norderstedt, Schleswig Holstein.

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